Manchmal gehören zu den schönsten Momenten unserer Arbeit auch die, die mit einem Abschied verbunden sind.
Nach vier gemeinsamen Jahren wird eine langjährige Bewohnerin Anfang Juli unsere intensivpädagogische Wohngruppe verlassen und auf eigenen Wunsch wieder in ihre Familie zurückkehren. Für sie beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt – und wir freuen uns sehr, dass dieser Schritt nun möglich geworden ist.
Als sie vor vier Jahren zu uns kam, stand zunächst das Ankommen im Vordergrund. In den vergangenen Jahren durfte sie in einem geschützten Rahmen wachsen, Erfahrungen sammeln, Beziehungen gestalten und viele persönliche Entwicklungsschritte gehen. Gemeinsam wurden Herausforderungen gemeistert, Erfolge gefeiert und auch schwierige Zeiten ausgehalten.
Gerade in der stationären Jugendhilfe entstehen durch den gemeinsamen Alltag, durch Verlässlichkeit und durch viele kleine und große Momente besondere Beziehungen. Deshalb ist ein Abschied immer mit unterschiedlichen Gefühlen verbunden. Neben der Freude über die positive Entwicklung und den gelungenen Übergang in die Familie schwingt auch etwas Wehmut mit. Denn sie war in den vergangenen Jahren ein fester Bestandteil unserer Wohngruppe und wird uns mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Lachen und ihrer ganz eigenen Art in Erinnerung bleiben.
Dass ein junger Mensch wieder in seine Familie zurückkehren kann, ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Ergebnis vieler gemeinsamer Schritte, der Zusammenarbeit aller Beteiligten und vor allem der Bereitschaft und Stärke des jungen Menschen selbst.
Wir sind stolz auf ihren Weg und dankbar, dass wir sie ein Stück begleiten durften. Für ihren neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihr und ihrer Familie von Herzen alles Gute, viele schöne gemeinsame Momente und weiterhin den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen.
Unsere Tür wird für sie immer offenstehen.
